Radiojodtherapie (Vor- und Nachsorge)

Liebe Patienten,

eine Radiojodtherapie ist ein ernstzunehmender Eingriff bei schweren Erkrankungen der Schilddrüse, wie zum Beispiel “heißen Knoten” oder manchem Schilddrüsenkarzinom. Kurzgesagt werden dabei erkrankte Teile der Schilddrüse mithilfe von radioaktivem Jod verödet. Das ist aber auch das Einzige, dass man in Kürze sagen kann. Denn zum Beispiel ist im Anschluss an die Therapie meist eine lebenslange Nachsorge erforderlich, da die gesamte Schilddrüse verkleinert wird und es so zur Unterfunktion kommt. Dementsprechend gibt es in diesen Fällen keine einfachen Antworten. Jeder Fall ist individuell und es ist wichtig genau herauszufinden, ob eine Radiojodtherapie überhaupt notwendig ist, und welche Alternativen in Betracht kommen (etwa eine Operation).

Die eigentliche Radiojodtherapie darf in Deutschland nur stationär durchgeführt werden. Als niedergelassener Nuklearmediziner unterstütze ich Sie deshalb bei der Vor- und Nachsorge. Dabei bringe ich meine Erfahrungen am Schilddrüsenzentrum der Universitätsklinik Köln ein, wo ich auch selber jahrelang Radiojodtherapien durchgeführt habe.

Ich unterstütze Sie bei:

Vorsorge:
– Schilddrüsendiagnostik (Blutbild, Szintigraphie)
– Beratung über Behandlungsmöglichkeiten
– Vermittlung an einen vertrauensvollen Ansprechpartner in einem Schilddrüsenzentrum

Nachsorge
– Einstellung der Schilddrüsenunterfunktion

Ihr,

Dr. J. Wolfgang Rechmeier

Übersicht

Was ist die Radiojodtherapie?

Die Radiojodtherapie ist eine nuklearmedizinische Methode, um schwere Schilddrüsenerkrankungen wie zum Beispiel “heiße Knoten”, großvolumige Struma oder Basedow-Erkrankungen zu behandeln. Dabei wird das krankhafte Gewebe nicht operativ entfernt, sondern mithilfe von radioaktivem Jod verödet. Dies ist bei Schilddrüsenerkrankungen möglich, da sich Jod im menschlichen Körper nur in Teilen der Schilddrüse ablagert. Deshalb kann man das Jod als Tablette einnehmen. Es gelangt trotzdem zielgenau an das kranke Gewebe und verteilt sich nicht im ganzen Körper.

Die Vorteile der Behandlung liegen auf der Hand: Das erkrankte Gewebe kann ohne Operation, und damit zum Beispiel ohne Risiko für die Stimmbänder zerstört werden. Dieser Vorteil muss aber durch Strahlenbelastung und eine Verkleinerung der Schilddrüse insgesamt erkauft werden. So kommt es in der Folge meist zu einer Unterfunktion der Schilddrüse, die lebenslang behandelt werden muss. Je nach Fall muss deshalb im Voraus gerade bei ohnehin verkleinerten Schilddrüsen auch über eine Operation nachgedacht werden. Es gibt hier keine einfachen Antworten und ich berate jeden Patienten nach einer gründlichen Diagnostik persönlich und ausführlich.

Vorsorge: Diagnostik, Vermittlung, medikamentöse Einstellung

Eine Radiojodtherapie ist ein ernster Eingriff an einem wichtigen Organ des Körpers. Deshalb muss zunächst genau festgestellt werden, ob die Therapie überhaupt notwendig ist. Denn nur bei schweren Erkrankungen, und auch dann nur wenn die Erkrankung einen aktiven, jodverarbeitenden Teil der Schilddrüse betrifft, kann überhaupt ein Erfolg erzielt werden. Deshalb ist eine gründliche Schilddrüsendiagnostik notwendig. Hier ist oftmals das Szintigramm entscheidend, da es die Stoffwechselprozesse innerhalb der jodverarbeitenden Teile der Schilddrüse darstellen kann.

Außerdem muss die eigentliche Radiojodtherapie fachkundig und vertrauensvoll durchgeführt werden. Deshalb dürfen die Behandlungen in Deutschland nur stationär durchgeführt werden. Zum Beispiel am Schilddrüsenzentrum der Uniklinik Köln, wo ich (Dr. Rechmeier) auch selber jahrelang Radiojodtherapien druchgeführt habe. Ich lasse Sie deshalb nach der Diagnose nicht alleine, sondern helfe Ihnen einen Kollegen in einem der Zentren zu vermitteln, zu den Sie Vertrauen fasen können.

Zuletzt bereiten wir den Eingriff durch Gabe der richtigen Medikamente gemeinsam vor.

 

Nachsorge: Einstellung der Unterfunktion

Im Anschluss an eine Radiojodtherapie (wie ebenso nach einer Operation) ist oft eine lebenslange Nachsorge nötig. Denn bei der Therapie wird nicht nur das krankhafte Gewebe verödet, sondern die Schilddrüse insgesamt verkleinert. Deshalb kommt es zu einer Schilddrüsenunterfunktion und zu wenige Schilddrüsenhormone werden üroduziert. Diese sind aber für den Energeistoffwechsel und das Wachstum von Zellen im ganzen Körper entscheidend und müssen daher ausgeglichen werden.

Eine schlecht eingestellte Unterfunktion kann sich auf unterschiedliche Weise auf Ihr Leben auswirken: Von körperlichen Beschwerden wie Fettstoffwechselstörungen mit Gewichtsproblemen oder Haarverlust bis hin zu geistigen Beschwerden wie Müdigkeit und Leistungsverlust. Dabei gibt es kein schematisch festgelegtes “normales Hormonlevel”. Man kann die Werte also nicht einfach messen und mathematisch ausgleichen. Vielmehr ist die richtige Einstellung ist von Person zu Person und in verschiedenen Lebensphasen unterschiedlich. 

Deshalb ist es mir wichtig, mit jedem Patienten eng und pragmatisch zusammenzuarbeiten. Denn trotz jahrzehntelanger Erfahrung weiß ich, dass jeder Fall verschieden sein kann. Es ist daher wichtig, dass zwischen Ihnen als Patient und mir als Arzt ein langjähriges vertrauensvolles Verhältnis entsteht. So können wir gemeinsam die Einstellung finden, die zu Ihnen und Ihrer Situation passt.

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